Von T wie TIF - bis U wie UV-Lacke
TIF
TIF ist bei Windows-Rechnern die übliche Endung des Dateinamens von im TIFF-Format kodierten Dateien.

TIFF
TIFF (Tag Image File Format) ist ein vielverwendetes Dateiformat für Bilder, das 1986 von einer Gremium der Computerindustrie definiert wurde. Es handelt sich um ein so genanntes Rasterformat, das für jeden Bildpunkt Information über seine Helligkeit und seinen Farbton enthält. Das TIFF-Format unterstützt verschiedene Farbigkeiten von Schwarzweiß bis zur vollen Farbe in RGB-Darstellungen. TIFF-Dateien können nach verschiedenen Verfahren komprimiert sein.

Unbuntaufbau
Der Unbuntaufbau ist ein Verfahren zur Farbmischung bei der Herstellung von Farbsätzen für den Vierfarbendruck, bei dem man sämtliche (gleichen) Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb des CMYK-Farbsystems, die im Idealfall zusammen einen Grauwert ergeben, durch entsprechende Anteile der Farbe Schwarz ersetzt. Dadurch verringert sich der Farbeinsatz deutlich, und neben Kosteneinsparungen wird auch der Druckprozess leichter beherrschbar.

UV-Farben
Mit UV-Farben bezeichnet man Druckfarben, die durch Bestrahlung mit ultraviolettem Licht (UV) aushärten. Dazu enthalten diese Farben keine flüchtigen Substanzen, sondern neben Farbpigmenten einzelne Moleküle und kurze Molekülketten, die sich zu Polymeren verketten können, sowie so genannte Fotoinitiatoren. Letztere zerfallen bei Bestrahlung mit UV-Licht und bilden dabei hochreaktive Bruchstücke. Diese Radikale lösen einen Polymerisationsprozess aus, durch den feste, dreidimensionale Netzstrukturen entstehen. UV-Farben dienen vornehmlich zum Bedrucken von nichtsaugenden Materialien wie Metall (Blech) und Kunststoff, aber auch von hochwertigen Kartonagen und Etiketten.

UV-Lacke
Mit UV-Lacken (UV steht für ultraviolett) bezeichnet man Lacksysteme auf Basis von ungesättigten Polyestern oder Polyacrylaten oder einer Kombination aus beiden, bei denen ultraviolettes Licht den Trocknungsvorgang auslöst. Das energiereiche Licht bricht chemische Bindungen in den Molekülen des Lackmaterials auf. Dadurch verbinden sie sich zu langen, vielfach verzweigten Ketten, so dass sich das Material verfestigt. Der Trocknungsvorgang dauert nur Sekunden, daher lassen sich UV-Lacke schnell verarbeiten. Auch enthalten diese Lacke keine flüchtigen Substanzen, so dass die Schichtdicke des flüssigen Lacks gleich dem getrockneten ist. Sie können auch inline, also in der Druckmaschine, in sehr hohen Schichtdicken (bis 8 µm) aufgetragen werden. Dadurch erreichen UV-Lackierungen einen hohen Glanz und lassen sich von laminierten Produkten (Folienkaschieren) kaum unterscheiden. UV-Lacke sind allerdings nicht ganz geruchsfrei.