Von P wie Pantone-Farben - bis S wie Substraktive Farbmischung... |
Pantone-Farben folgen einem weltweit genutzten System von Standardfarben, das die Firma Pantone, Inc., Carlstadt/New Jersey, ursprünglich eine Druckerei, 1963 für die grafische Industrie einführte. Das System lieferte als Referenz 512 Farbtöne, die aus acht Grundfarben, Schwarz und Wei§ gemischt wurden, auf gestrichenem und ungestrichenem Papier gedruckt. Heute sind über 1.100 Pantone-Farben auf einer breiten Palette von Papieren verfügbar. Auch hat Pantone Farbsysteme für Textilien, Kunststoffe und Farben sowie für Film und Video herausgebracht.
Mit der Abkürzung PDF bezeichnet man das so genannte Portable Dokument Format. Vom US-amerikanischen Softwarehersteller Adobe Systems Inc. entwickelt, dient dieses Datenformat zum Austausch und zur Verarbeitung elektronisch gespeicherter, formatierter Dokumente mit Text und Bild unabhängig von der verwendeten Hard- und Software. Als Besonderheit sind Texte und Grafiken in Vektor-Form gespeichert, sodass die Auflösung ihrer Darstellung nur von dem Ausgabegerät (Bildschirm, Drucker) abhängt. PDF-Dateien sind im Allgemeinen an der Endung "PDF" ihres Dateinamens zu erkennen. Sie lassen sich mit dem Programm Adobe Acrobat erzeugen. Zum Anzeigen und Ausdrucken von PDF-Dateien gibt es den kostenlosen Acrobat Reader.
Photoshop
Das Programm Photoshop von Adobe Systems Inc. gilt als die führende Software zur digitalen Bildbearbeitung im Desktop-Publishing-Umfeld. Es ist für Macintosh-Rechner und für Windows-PCs erhältlich.
Prägefoliendruck
Beim Prägefoliendruck wird anstelle von Druckfarbe eine dünne Folie aus Kunststoff im Hochdruckverfahren mittels Druck und Wärme auf den Bedruckstoff aufgebracht. Für Silberglanz sorgt eine im Vakuum auf die Folie aufgedampfte Aluminiumschicht. Mit einem gelben oder rosa Lacküberzug erzielt man einen Gold- oder Kupfereffekt. Die Prägefolien können selbst auch Strukturen aufweisen - etwa holographische Darstellungen. Auch lässt sich mit der ?bertragung der Folie ein Relief durch den Druck in das zu bedruckende Material prägen. Prägefoliendruck dient zur besonders attraktiven Ausstattung von Druck-Erzeugnissen, aber auch zum Schutz gegen Fälschungen.
Primärfarben
Als Primärfarben bezeichnet man die Grundfarben eines Farbsystems, aus denen sich alle anderen darstellbaren Farbtöne durch Mischung ergeben. Im CMYK-System sind dies Cyan, Magenta und Gelb (Schwarz fungiert nur als drucktechnische Hilfsfarbe), im RGB-System Rot, Grün und Blau.
Proof
Ein Proof (engl. "Nachweis") ist ein Einzeldruck einer Vorlage als verbindliche Kontrollmöglichkeit (Seitenstand und Farbe) für den nachfolgenden Druck. In analogen Proof-Verfahren (Dry-Match, Press-Match etc.) wird das Proof von fertig belichteten Filmen erstellt; es stimmt sehr weitgehend mit dem späteren Druckergebnis überein. Beim digitalen Proof wird die im Rechner erstellte Seite auf einen Farbdrucker ausgegeben. Dieser Proof ist kostengünstiger, da keine Filme benötigt werden, allerdings fehlt die Kontrolle des Belichtungsvorgangs.
Quark Xpress
Das Programm QuarkXpress gilt als die führende Software für DTP im professionellen Einsatz. Die Software ist für Macintosh-Computer und Windows-PC erhältlich.
Raster
In der Reproduktion von Bildern versteht man unter einem Raster eine Fläche mit kleinen, regelmäßig oder zufällig angeordneten geometrischen Formen (z.B. runde, quadratische oder anders geformte Punkte, Linien). Mit seiner Hilfe setzt man Halbtonbilder in eine für das Drucken erforderliche reine Schwarzweiß- beziehungsweise vollfarbige Darstellung um, indem man entweder die Größe oder die Häufigkeit der Elemente gemäß der Bildhelligkeit variieren lässt.
Schöndruckseite
Die Schöndruckseite ist die Papierseite, die sich bei der Herstellung auf der vom Sieb abgewandten Seite befindet. Besonders bei weniger hochwertigem Papier ist diese Seite qualitativ besser als die dem Sieb zugewandte "Siebseite". Dort ist ein leichter Abdruck des Metallgewebes zu sehen, und durch das in dieser Richtung abfließende Wasser ist die Menge an Füllstoffen geringer.
Schön - und - Widerdruckmaschine
Eine Schön- und Widerdruckmaschine ist allgemein eine Bogendruckmaschine, die den Druckbogen in einem Bogendurchlauf beidseitig (Schön- und Widerdruckseite) bedruckt.
Schwarzaufbau
Mit dem Begriff Schwarzaufbau beschreibt man, wie die Farbe Schwarz innerhalb eines Satzes für den Vierfarbendruck eingesetzt wird. Theoretisch wird Schwarz im CMYK-Farbsystem nicht benötigt, um die verschiedenen Farbtöne eines Bildes darzustellen. In der Praxis setzt man es zum Beispiel ein, um den Kontrast und die Detailzeichnung in dunklen Bereichen zu verbessern. Dient die Farbe nur zu diesem Zweck, für den nur wenig davon erforderlich ist, dann spricht man von kurzem Schwarz oder auch Skelettschwarz. Darüber hinaus kann Schwarz in der Farbmischung mehr oder weniger große, jeweils gleiche Anteile der drei Buntfarben Cyan, Magenta und Gelb ersetzen (Unterfarbenreduzierung) und so die Farbmenge im Druck reduzieren. Dies bezeichnet man als langes Schwarz.
Sekundärfarben
Aus den Grundfarben eines Farbsystems durch Mischung erzeugte Farbtöne nennt man Sekundärfarben. Mischfarben erster Ordnung bestehen aus zwei Grundfarben mit jeweils gleichen Anteilen. Alle anderen Mischungen ergeben Sekundärfarben höherer Ordnung.
Sonderfarben
Sonderfarben (auch Schmuckfarben oder Spot Color) setzt man in der Regel für Farbtöne oder Effekte ein, die sich mit den üblichen Mitteln des farbigen Drucks, das heißt durch eine Mischung der verwendeten Grundfarben (zumeist Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz), nicht realisieren lassen. Beispiele hierfür sind Leuchtfarben, Gold oder Silber. Auch wenn es besonders auf die genaue Einhaltung eines bestimmten Farbtons ankommt, realisiert man ihn oft als Sonderfarbe - etwa für ein Firmenlogo. Für den Druck einer Sonderfarbe ist eine zusätzliche Druckstation - beim Vierfarbdruck also eine fünfte - erforderlich.
Streichen
Viele Papiere erhalten zur Verbesserung der Oberflächenglätte, des Glanzes, der Weiße und der Bedruckbarkeit einen Strich, das heißt eine Beschichtung. Sie besteht aus natürlichen Pigmenten, einem Bindemittel sowie verschiedenen Hilfsstoffen. Der Auftrag solcher Streichfarben erfolgt in der Papierfabrik auf speziellen Streichmaschinen. Den Strich gibt es in vielen Variationen - für glänzende, halbmatte und matte Papieroberflächen, mit einfachem und mehrfachem Auftrag etc. Gussgestrichene Papiere haben eine spiegelglänzenden Oberfläche, die durch Trocknung an einem heißen, hochglanzpolierten Zylinder erreicht wird. Papier wurde früher direkt in der Papiermaschine gestrichen, daher hat sich auch der Begriff "maschinengestrichens Papier" als Sammelbegriff für gestrichene Offset-, Hoch- und Tiefdruck-Papiere gehalten.
Streifencode
Der Streifencode dient zur Darstellung von Zeichen in einer Weise, dass sie sich mit geringem Aufwand maschinell lesen lassen. Der Code besteht aus einem System von schmalen und breiten, dunklen und hellen Streifen. Eine der gebräuchlichsten Anwendungen von Streifencode-Markierungen ist der so genannte EAN-Code zur Identifikation von Waren aller Art. Der EAN-Code legt auch die Repräsentation der einzelnen Ziffern durch den Streifencode fest. Daneben sind weitere Codierungen in Gebrauch, darunter auch für die Darstellung von Buchstaben und Zahlen.
Subtraktive Farbmischung
Bei der subtraktiven Farbmischung entsteht der Farbeindruck dadurch, dass einzelne Frequenzbereiche, das heißt Farben, aus dem gesamten Spektrum des sichtbaren Lichts herausgefiltert werden. Bei Farbdrucken geschieht dies durch Übereinanderdrucken der verwendeten Druckfarben - in der Regel die Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, mit denen sich alle Farbtöne des zugehörigen Farbraums in dieser Weise erzeugen lassen.