Von G wie Ganzseitenmontage - bis I wie ISO |
Positionierung von Texten, Grafiken und Bildern auf einer Seite. Dabei erfolgt die Arbeit am Bildschirm. Die Ganzseite wird anschließend direkt auf einen Film ausgegeben. Eine manuelle Seitenmontage entfällt.
Gaufrieren
Durch Gaufrieren (Prägen) lässt sich die Oberflächenstruktur von Papier verändern: Es erhält eine Musterung.
Gautschen
Mit Gautschen bezeichnet man bei der Papierherstellung das Entwässern des Papiers durch Pressen, bei dem sich die Fasern zur Papierstruktur verbinden. Davon leitet sich ein alter Druckerbrauch ab, demzufolge Schriftsetzer und Drucker neue Kollegen nach deren Lehrzeit in einer humorvollen Zeremonie in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Die Kandidaten werden dazu in eine mit Wasser gefüllte Bütte getaucht oder auf einen gro§en nassen Schwamm gesetzt.
GIF
Als Abkürzung für "Graphics Interchange Format" bezeichnet GIF ein Datenformat zur Platz sparenden Speicherung von Bildern und Grafiken. Es arbeitet mit verlustbehafteter Komprimierung und erlaubt die Darstellung von 256 Farben aus einer beliebigen Palette. Das Datenformat wurde 1987 von dem Online-Dienst Compuserve eingeführt und zählt damit zu den älteren seiner Art. Bis heute ist GIF eines der gebräuchlichsten Formate für das Publizieren im Internet und erlaubt in einer abgewandelten Form auch die Darstellung animierter Bilder ("animated GIF").
Gigabyte
1.024 Megabyte (megabyte), genau 1.073.741.824 Byte (byte); Maßeinheit für die Größe eines Speichers. Giga- kommt aus dem Griechischen (G?gas = Gigant, Angehöriger eines mythologischen Riesenvolkes). Abk.: GB, Gbyte; vgl. kilobyte, terabyte, petabyte, nibble.
Grammatur
Die Grammatur eines Papiers ist sein Gewicht pro Flächeneinheit, auch Flächengewicht
genannt und in Gramm pro Quadratmeter gemessen. Die Grammaturen von Papier reichen
von 7 bis etwa 225 g/m´. Karton wiegt rund 150 bis 600 g/m´. Pappe gibt es mit
Grammaturen ab 225 g/m´.
Graubalanc
Mit Graubalance bezeichnet man im Vierfarbendruck die Farbanteile (gemessen
in Prozent der jeweiligen Vollfarbe), mit denen sich neutrales Grau erzielen
lässt. Je nach der gewünschten Helligkeit weichen diese Anteile mehr
oder weniger deutlich von den theoretisch zu erwartenden gleichen Anteilen ab.
Insbesondere braucht man in vielen Fällen einen höheren Cyan-Anteil,
Cyan-Überhang genannt.
Greifer
Mit Greifern bezeichnet man mechanische Klammern, die in Bogendruckmaschinen
zum Transport der Papierbögen dienen. Greifer erfassen die einzelnen Bögen
und führen sie dem Druckwerk zu. Dessen Walzen sind mit weiteren Greifern
ausgestattet, welche die Bögen jeweils für die einzelnen Phasen des
Druckvorgangs fixieren. In gleicher Weise erfolgt schließlich der Auswurf
der fertig bedruckten Bögen.
Gummituch
Das um einen Zylinder gespannte Gummituch ist das Kernelement des Offsetdrucks.
Es überträgt das Druckbild von der Druckform auf das Papier. Vom Absetzen
der Farbe auf das Gummituch stammt auch die englische Bezeichnung Offsetdruck
(Absetzdruck). Das Drucken über ein Gummituch ergibt einen gleichmäßigen
Flächendruck, der sogar das Bedrucken von raueren oder genarbten Papieren
ermöglicht. In der Regel ist ein Gummituch 1,65 oder 1,95 mm dick und besteht
neben der eigentlichen Deckschicht aus zwei, drei oder vier Gewebezwischenlagen.
Generell unterscheidet man zwischen den herkömmlichen, verformbaren, aber
nicht zusammendrückbaren, so genannten inkompressiblen Gummitüchern
und den kompressiblen, zusammendrückbaren, luftgepolsterten Tüchern.
Die Norm DIN 16621 legt die Anforderungen an die "Drucktücher für
den indirekten Flachdruck (Offsetdruck)" fest.
Gussgestrichen
Gussgestrichene Papiere und Kartons bieten einen besonders starken Glanz. Er
entsteht nicht durch Satinieren, sondern durch Walzen des feuchten (oder eigens
angefeuchteten) Bedruckstoffs mit einem hochglanzpolierten, verchromten Trockenzylinder.
Gutenberg
Johannes Gutenberg, eigentlich Johann Gensfleisch, (* um 1397, 1468 in Mainz)
war der Sohn des Mainzer Patriziers Friele Gensfleisch zur Laden. In der Zeit
zwischen 1440 und 1450 erfand Gutenberg in Mainz oder Straßburg das "Drucken
mit beweglichen Lettern" Ð den Buchdruck. Grundlagen seiner Erfindung sind gegossene
Drucktypen, ein dazu passendes Handgießinstrument und eine geeignete Metall-Legierung
sowie eine Druckpresse. Gutenbergs Buchdruckkunst, die heute als Auslöser
einer der größten Revolutionen der Geistesgeschichte gilt, verbreitete
sich innerhalb weniger Jahre über die gesamte damals bekannte Welt.
Halbtonvorlage
Mit Halbtonvorlagen bezeichnet man allgemein Druckvorlagen mit mehr als einer
Helligkeitsstufe bei den vorhandenen Farben. Da die Drucktechnik nur volle Farben
kennt, müssen solche Vorlagen zur Reproduktion gerastert, das heißt
in Punktsysteme aufgelöst werden. Durch Variation der Größe
oder Häufigkeit der Rasterpunke entsteht bei der gedruckten Abbildung der
Eindruck unterschiedlicher Helligkeit.
Hardproof
Unter dem Begriff Hardproof fasst man im Gegensatz zum Softproof die Verfahren
zur Simulation beziehungsweise Kontrolle eines Druckergebnisses zusammen, die
ein materielles Ergebnis Ð meist einen Papierausdruck Ð liefern. Je nach den
zu überprüfenden Eigenschaften lassen sich Blaupause (Blue Print),
Imposition Proof (Layout Proof), Color Proof, Raster-Proof und Maschinen-Proof
(oft auch Andruck genannt) unterscheiden. HKS-Farben HKS ist ein Mischsystem
für Druckfarben mit 84 Farbtönen, das die drei Druckfarbenhersteller
Horstmann-Steinberg, Kast + Ehinger und H. Schminke & Co. gemeinsam herausgegeben
haben. Die Basis bilden neun Grundfarben sowie Schwarz und Weiß. Für
Bogenoffset auf gestrichenen und ungestrichenen Papieren, Zeitungsdruck und
Endlosdruck stehen jeweils Farbenreihen zur Verfügung. Holzhaltiges Papier
Dieses Papier enthält zu mehr als f?nf Prozent Massenanteil mechanisch
aus Holz gewonnene Fasern (Holzstoff). Andernfalls nennt man das Papier holzfrei.
HSB Das Farbmodell HSB arbeitet zur Beschreibung von Farben analog zur menschlichen
Farbwahrnehmung mit den drei Größen Farbton (Hue), Sättigung
(Saturation, auch Chroma) und Helligkeit (Brightness, auch Luminance). Der Farbton
ist durch seine Position auf einem Farbkreis definiert und wird durch einen
Winkel zwischen 0 und 360¡ angegeben. Die Sättigung entspricht dem Anteil
von Grau in der Farbmischung und hat Werte zwischen 0 Prozent für grau
und 100 Prozent f?r die reine Farbe. Für die Helligkeit gibt es ebenfalls
einen Wert zwischen 0 Prozent für Schwarz und 100 Prozent für Weiß.
HTML
Die Seitenbeschreibungssprache HTML (Hypertext Markup Language) dient zur Formatierung
von Dokumenten für das World Wide Web im Internet. HTML ermöglicht
Verknüpfungen zwischen Seiten und auch die Darstellung von multimedialen
Daten im gesamten Internet. Mit Hilfe eines Browsers lassen sich HTML-Dokumente
mit allen Rechnern mit gängigen Betriebssystemen in gleicher Weise lesen.
Als Besonderheit haben solche Seiten keine fest definierte Typografie. Schriftart
und -grö§e stellt der Leser an seinem Bildschirm selbst ein.
HTTP
Abkürzung für "Hypertext Transfer Protocol", im World Wide Web genutztes
Protokoll zur Datenanforderung. HTTP basiert auf dem Netzwerk-Protokoll TCP/IP
und organisiert die Kommunikation zwischen dem Internet-Server und dem Browser
des Anwenders. Dazu baut HTTP bei jeder Datenanforderung durch einen Browser
eine neue Verbindung zum Server auf. Bei der Datenanforderung informiert HTTP
den Web-Server über die beim Client vorhandene Hard- und Software (Bildschirmdarstellung,
Browser, HTTP-Version etc.) und überträgt ein "Antwortformular". Der
WWW-Server schickt das Formular ausgefüllt zurück und übermittelt
die Datei-Informationen (z.B. Dateigröße, Response-Code, Typ und
Erstelldatum der Daten). Dieses etwas umständliche Verfahren erlaubt innerhalb
bestimmter Grenzen den Datenaustausch zwischen einander unbekannten Partnern
und ermöglicht dadurch das Funktionieren des World Wide Web.
Imposition Proof
Ähnlich der Blaupause dient das Imposition Proof (auch Layout-Proof) vor
allem dazu, Inhalt und Vollständigkeit der Elemente einer Druckvorlage
zu überprüfen. Im Gegensatz dazu ist dieses Kontrollmittel farbig,
allerdings nicht farbverbindlich. Zur Ausgabe solcher Imposition Proofs dienen
heute zumeist großformatige Tintenstrahldrucker.
Inline-Verarbeitung
In der Druckindustrie spricht man von Inline-Verarbeitung, wenn der Prozess
direkt in der Druckmaschine stattfindet oder die für den Arbeitsschritt
erforderlichen Module fest mit der Druckmaschine verkettet sind. Dies kann zum
Beispiel bei Geräten fürs Lackieren, Falzen, Heften oder zur Qualitätskontrolle
der Fall sein.
ISO
Abkürzung für International Standardisation Organisation (Internationale
Standardisierungsorganisation). Der weltweit operierenden Normungsgesellschaft
mit Sitz in Genf gehören zahlreiche Staaten an. Deutschland ist durch das
Deutsche Institut für Normung (DIN) vertreten. Die Gemeinschaft hat die
Aufgabe, Normen auf allen Gebieten der Technik Ð mit Ausnahme der Elektrotechnik
Ð zu entwickeln beziehungsweise einander anzugleichen.